Gutachten zur Erteilung der ABE Nr. 54584 nach § 22 STVZO
Nr. : RA-001281-A0-104
Anlage-Nr. : 1 Mo b i l i t ä t
Seite : 1/3
Auftraggeber : Ronal GmbH
Teiletyp : CA2.4604
Technische Daten, Kurzfassung
Raddaten
Radtyp: CA2.4604
Art des Rades: einteiliges Leichtmetall-Rad
Handelsmarke: RONAL
Radausführung: CA2.4604.031
Radgröße: 6Jx14H2
Rad-Einpresstiefe: 30 mm
Lochkreisdurchmesser: 100 mm
Lochzahl: 4
Mittenlochdurchmesser: 57,06 mm
Zentrierart: Mittenzentrierung
Zentrierring: ohne Ring
geprüfte Radlast: 650 kg
bei Reifenabrollumfang: 2080 mm
Allgemeine Anforderungen
Im Anhänger verbaute sicherheits- und/oder umweltrelevante Fahrzeugsysteme (z.B.
Reifendruckkontrollsysteme) müssen nach Anbau der Sonderräder funktionsfähig bleiben bzw.
entsprechend ersetzt werden.
Verwendungsbereich
Die Sonderräder sind vorgesehen für O1 und O2 Fahrzeuge (Anhänger) jeder Art.
Ein Verwendungsbereich wird nicht festgelegt.
Begutachtung gemäß StVZO § 21
Durch die vorgenommene Änderung erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges. Es muss
eine vorgeschriebene Begutachtung gemäß StVZO § 19 Abs. 2, i. Verb. m. § 21, positiv
abgeschlossen und bestätigt werden.
Nach der Durchführung der technischen Änderung ist das Fahrzeug unter Vorlage der ABE
unverzüglich einem amtlich anerkannten Sachverständigen einer Technischen Prüfstelle oder
einem nach § 30 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung zur Prüfung von
Gesamtfahrzeugen der jeweiligen Fahrzeugklasse benannten technischen Dienst zur
Durchführung und Bestätigung der vorgeschriebenen Begutachtung vorzuführen.
Auflagen und Hinweise
1) Die Zustimmung des Fahrzeugherstellers über die Funktions- und Anschlussmaße der
Sonderräder sowie die verwendete Reifengröße muss vorliegen. Kann eine solche nicht
vorgelegt werden, muss die fehlende Werksfreigabe durch eingehende Untersuchungen
ersetzt werden.
RA-001281-A0-104-01~XX-4-100-57-ET30_CA2.4604.docx
Gutachten zur Erteilung der ABE Nr. 54584 nach § 22 STVZO
Nr. : RA-001281-A0-104
Anlage-Nr. : 1 Mo b i l i t ä t
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Auftraggeber : Ronal GmbH
Teiletyp : CA2.4604
2) Es sind nur schlauchlose Reifen mit Gummi -oder Metallventilen zulässig. Die Ventile
müssen den Normen DIN, E.T.R.T.O. oder TRA entsprechen, sollen möglichst kurz sein
und dürfen nicht über die Radkontur hinausragen.
3) Zur Befestigung der Sonderräder dürfen nur die vom Radhersteller vorgesehenen
Befestigungsteile mit Kegelbund, Kegel 60° verwendet werden. Der vorgesehene Bereich
des Anzugsmoments (nach Angabe des Fahrzeugherstellers, jedoch max. 160 Nm) ist
streng zu beachten. Die Betriebsfestigkeit des Rades kann bei Nichteinhaltung
beeinträchtigt werden.
4) Die zulässige Achslast des Fahrzeugs darf nicht größer als das Zweifache der hier
angegebenen Radlast sein.
5) Der maximal zulässige Reifenhalbmesser Rdyn von 0,331 m darf nicht überschritten
werden (entspricht einem Abrollumfang von 2080 mm), wenn die zulässige Radlast von
650 kg erforderlich ist (Hinweis: Ein dynamischer Reifenhalbmesser von mehr als 0,331 m
ist möglich, wenn die zulässige Radlast entsprechend verringert wird). Die Verwendung
von Reifen mit kleinerem Abrollumfang ist technisch unbedenklich.
Bei gebremsten Anhängern muss die Bremsberechnung der Auflaufbremsanlage zur
zulässigen Gesamtmasse des Anhängers, in Verbindung mit dem verwendeten
Reifenhalbmesser Rdyn, passen.
6) Es dürfen nur Reifengrößen mit maximaler Nennbreite von 215/... und mit ausreichender
Tragfähigkeit montiert werden, die vom Reifenhersteller für die Felgengröße 6J x14 H2
freigegeben sind (siehe auch Reifenhandbuch). Hinweise können auch dem DIN-Blatt
7803 sowie der W.d.K.-Leitlinie 128 bzw. der E.T.R.T.O. entnommen werden. Es ist dann
der vom Reifenhersteller vorgegebene Reifenfülldruck zu beachten.
7) Die kleinste zulässige Reifengröße ist 185/65R14 mit Rdyn von 0,289 m (entspricht einem
Abrollumfang von 1818mm). Reifen mit Rdyn <0,289 m sind nur dann zulässig, wenn die
Nennbreite des Reifens >185/.. ist. Es dürfen in jedem Fall nur Reifengrößen mit
ausreichender Tragfähigkeit montiert werden, die vom Reifenhersteller für die
Felgengröße 6J x14 H2 freigegeben sind (siehe auch Reifenhandbuch). Hinweise können
auch dem DIN-Blatt 7803 sowie der W.d.K.-Leitlinie 128 bzw. der E.T.R.T.O. entnommen
werden. Es ist dann der vom Reifenhersteller vorgegebene Reifenfülldruck zu beachten.
8) Die Räder dürfen an der Innenseite nur mit Klebegewichten ausgewuchtet werden.
9) Die Freigängigkeit der Reifen in den Radhäusern sowie der Abstand von Fahrwerksteilen
muss unter allen im Straßenverkehr üblichen Bedingungen gegeben sein. Außerdem
muss auf ausreichende Radabdeckung geachtet werden.
10) Der Anbau muss mit den serienmäßigen Gegebenheiten sinnfällig übereinstimmen.
Insbesondere sind die Art der Befestigungen und Zentrierung, der Lochkreisdurchmesser,
die Anzahl der tragenden Gewindegänge und die Anschraubflächen zu vergleichen.
11) Die Bezieher der Sonderräder müssen (z.B. durch eine mit zuliefernde Anbauanweisung
oder den Abdruck dieser Anlage 1) auf die genannten Auflagen hingewiesen werden.
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Auftraggeber : Ronal GmbH
Teiletyp : CA2.4604
Berichtigung der Fahrzeugpapiere
Nach der durchgeführten Begutachtung ist die Wiedererteilung der Betriebserlaubnis bei der
zuständige Zulassungsbehörde unverzüglich vornehmen zu lassen.
Die Anlage Nr. 1 mit den Blättern 1 bis 3 hat nur Gültigkeit in Verbindung mit dem Gutachten für
die Sonderräder Typ CA2.4604 des Auftraggebers Ronal GmbH .
Geschäftsstelle Essen, 27.10.2022
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