Gutachten Mo b i l i t ä t
Nr. RA-000670-C0-306
zur Erteilung des Nachtrags 02 zur Allgemeinen Betriebserlaubnis Nr. 48900 nach
§ 22 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung
für den Sonderradtyp GT 119
I Auftraggeber: RH-ALURAD GmbH
Röntgenstraße 12
57439 Attendorn
Die Radausführungen die nur an der Hinterachse zulässig sind dürfen nur in
Kombination mit den Radtyp(en) GT 859 (KBA48901) an der Vorderachse verbaut
werden.
Die Leichtmetall-Sonderräder werden in 2 Ausführungen gefertigt. Durch Verwendung von
Zentrierringen wird die erforderliche Mittenzentrierung für die einzelnen Fahrzeuge hergestellt,
wobei die Mittenzentrierung zum Teil auch ohne Zentrierring hergestellt wird. Bei manchen
Radausführungen wird die effektive Einpresstiefe durch Verwendung einer Adapterscheibe
erreicht. Dieses Gutachten gilt für das LM-Sonderrad ab dem in der Tabelle zu III genannten
Herstelldatum.
Grund des Nachtrags:
- der Verwendungsbereich wird erweitert
II Technische Angaben zu den Sonderrädern
Hersteller: RH- Alurad
Radtyp: GT 119
Radgröße: 11Jx19H2
Einpresstiefe: siehe Übersicht
Art des Sonderrades: einteiliges Leichtmetallsonderrad
Ausführungsbezeichnung: siehe Übersicht
Lochkreisdurchmesser: siehe Übersicht
Lochzahl: siehe Übersicht
Mittenlochdurchmesser: siehe Übersicht
Zentrierart: Mittenzentrierung
Geprüfte Radlast: siehe Übersicht
Reifenabrollumfang: siehe Übersicht
IFM - Geschäftsstelle Essen PRÜFLABORATORIUM / TEST LABORATORY
Adlerstraße 7 IFM - Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität
45307 Essen Akkreditiert nach/accredited DIN EN ISO/IEC 17025: D-PL-11109-01-00
Technischer Dienst/Technical service: KBA – P 00004-96
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Nr. : RA-000670-C0-306
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Auftraggeber : RH-ALURAD GmbH
Teiletyp : GT 119
III Übersicht der Ausführungen
Ausführung Loch- Bol- zyl. Be- Ein- Mitten- zul. zul. ab
zahl/ zen- Maß festi- press- loch-Ø Abroll- Radla Herstell-
Loch- loch-Ø Bolzen-
gungs- tiefe umfang st datum
kreis-Ø loch bund [Monat/
Rad Zentrierring [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [kg] Jahr]
LK 130 ohne Ring 5/130 15,50 9,00 Kugel 48 71,50 2150 670 02/13
Ø28
mm
LK 130 ohne Ring 5/130 15,50 9,00 Kugel 65 71,50 2150 670 04/2012
Ø28
mm
IV Beschreibung der Sonderräder
Hersteller: RH Alurad GmbH
Industriegebiet Ennest
Röntgenstraße 12
D-57439 Attendorn/Biggesee
Vertrieb: RH Alurad GmbH
Industriegebiet Ennest
Röntgenstraße 12
D-57439 Attendorn/Biggesee
Fertigung: Hong Chi Alloy Industry Co. Ltd.
No.8, Rong-Gong S. Rd.Kuaninn Industrieal Park
Taoyan Hsien
Taiwan
Art der Sonderräder: Einteilige LM-Sonderräder mit unsymmetrischem Tiefbett und
Doppelhump, Felgenschüssel mit 10 Speichen und
dazwischenliegenden Lüftungsöffnungen, Radnabe durch
Kunststoffkappe verschlossen
Korrosionsschutz: Lackierung
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Auftraggeber : RH-ALURAD GmbH
Teiletyp : GT 119
IV.1 Radanschluß
Befestigungsart: siehe Übersicht
Anzahl der Befestigungsbohrungen: siehe Übersicht
Durchmesser der
Befestigungsbohrungen in mm: siehe Übersicht
Lochkreisdurchmesser in mm: siehe Übersicht
Mittenlochdurchmesser in mm : siehe Übersicht
Zentrierart: Mittenzentrierung
Anzugsmoment in Nm: je nach Vorgabe des Fahrzeugherstellers,
jedoch max. 180 Nm bzw. wie im jeweiligen
Verwendungsbereich angegeben.
IV.2 Kennzeichnung der Sonderräder
An den Sonderrädern wird folgende Kennzeichnung angebracht:
Innenseite: Außenseite:
Typzeichen: - KBA 48900
Herstellerzeichen: RH -
Radgröße: 11x19H2 -
Radtyp: GT119 -
Ausführung: LK 130
Einpresstiefe in mm: z.B. ET 65 -
Gießereizeichen: HTC -
Herstelldatum: Monat/Jahr in Tabellenform -
An der Innenseite der Sonderräder können noch weitere Kontrollzeichen angebracht sein.
V. Sonderradprüfung
V.1 Felgengröße
Die Maße und Toleranzen der unsymmetrischen Tiefbettfelge mit beiderseitigem Hump ent-
sprechen der E.T.R.T.O - Norm. Die Maße wurden überprüft.
Die nachgeprüften Muster stimmten in den wesentlichen Punkten mit den Zeichnungsunter-
lagen überein.
V.2 Werkstoff der Sonderräder
Zusammensetzung, Festigkeitswerte und Korrosionsverhalten des Werkstoffes sind in der
Beschreibung des Herstellers aufgeführt. Diese Angaben wurden durch uns nicht geprüft.
V.3 Festigkeitsprüfung
Die Sonderradprüfungen wurden vom TÜV Nord, RP-004365-B1-306, durchgeführt.
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Teiletyp : GT 119
VI Anbau und Verwendungsprüfung
VI.1 Anbauuntersuchung am Fahrzeug
Wenn die in den Anlagen aufgeführten Auflagen und Hinweise erfüllt sind, haben die Räder
ausreichenden Abstand von Brems- und Fahrwerksteilen, und die Freigängigkeit der Reifen in
den Radhäusern ist bei den im Straßenverkehr üblichen Bedingungen gewährleistet.
VI.2 Fahrversuche
Eine Werksfreigabe über Felgengröße und Einpreßtiefe liegt zum Teil vor.
Die Anbau-, Freigängigkeits- und Handlingsprüfungen an den in den Anlagen aufgeführten
Fahrzeugen wurden entsprechend den Kriterien des VdTÜV Merkblatts 751 Anhang I, in der
Fassung 08.2008 und 4.6.8 der Richtlinie für die Prüfung von Sonderrädern vom 25.11.1998
durchgeführt.
Bei den durchgeführten Prüfungen ergaben sich im Vergleich zur serienmäßigen Ausrüstung
der Fahrzeuge keine Beanstandungen. Kriterien des Fahrkomforts lagen der Beurteilung nicht
zugrunde. Die Prüfergebnisse und somit auch die Auflagen und Hinweise berücksichtigen die in
der E.T.R.T.O. genannten Reifengrößtmaße „Maximum in Service“.
VI.3 Fahrwerksfestigkeit
Die Spurverbreiterung beträgt bei den geprüften PKW weniger als 2% der serienmäßigen
Spurweite, deshalb ist eine Prüfung der Fahrwerksfestigkeit nicht erforderlich.
VI.4 Prüfergebnis
Gegen die Verwendung des Radtyps GT 119 an den in den Anlagen aufgeführten Fahrzeugen
bestehen aufgrund der in Punkt VI genannten Untersuchungen keine technischen Bedenken.
VII Zusammenfassung
Die Sonderräder GT 119 des Herstellers RH-ALURAD GmbH entsprechen den „Richtlinien für
die Prüfung von Sonderrädern für Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger“ vom 25.11.1998 . Gegen
die Erteilung einer Allgemeinen Betriebserlaubnis bestehen keine technischen Bedenken.
Wird die Allgemeine Betriebserlaubnis erteilt, so muss der Inhaber eine gleichmäßige, rei-
henweise Fertigung der Räder gewährleisten. Er hat darüber hinaus dafür zu sorgen, dass
dieses Gutachten durch einen Nachtrag ergänzt wird, sofern sich die im Verwendungsbereich
der Allgemeinen Betriebserlaubnis aufgeführten Fahrzeuge in Teilen ändern, welche die
Verwendung der Räder beeinträchtigen können; hierunter fallen insbesondere Änderungen an
den Radbremsen, an der Radaufhängung und den Radhäusern.
Die Bezieher der Sonderräder müssen (z.B. durch eine mitzuliefernde Anbauanweisung) auf die
Auflagen und Hinweise der jeweiligen Anlage sowie auf die Befestigungsart und die er-
forderlichen Anzugsmomente der Radbefestigungsteile hingewiesen werden.
Die Bezieher der Sonderräder müssen außerdem darauf hingewiesen werden, daß bei Ver-
wendung des serienmäßigen Reserverades die Original-Radbefestigungsteile zu verwenden
sind.
Eine Begutachtung nach § 19 Abs. 3 StVZO ist dann erforderlich, wenn durch den Anbau der
Sonderräder am Fahrzeug Änderungen vorgenommen werden müssen (siehe Auflage A01) in
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Teiletyp : GT 119
der jeweiligen Anlage).
VIII Anlagen
VIII.1 Radspezifische Anlagen
Zeichnungsinhalt Zeichnungs-Nr. Datum
Zeichnung Zeichnung Ausführungen GT119-11 11.01.2013
Zeichnung Nabenkappe Deckel/02/00/0002 09.02.2000
Zeichnung Befestigungsteile 82-145XX06-B-00 17.07.2009
Zeichnung Distanzscheibe 85-1305716-18-A-00 14.11.2006
VIII.2 Verwendungsbereich Anlagen
Die Sonderräder sind vorgesehen für die in den folgenden Anlagen aufgeführten Fahrzeuge.
Seiten
ANLAGE 0 Tragfähigkeitskennzahl und 8
Geschwindigkeitssymbol
Verwendungsbereiche Seiten Datum
KOMBINATIONEN von Radtyp GT 119 mit Radtyp GT 859 1)
ET 48
ANLAGE 3 (PORSCHE 5/130/71,5) 6 26.08.2016
ET 65
ANLAGE 1 (PORSCHE 5/130/71,5) 8 26.08.2016
ANLAGE 2 (PORSCHE 5/130/71,5) 8 26.08.2016
Kombination aus verschiedenen Radgrößen/-Typen an Achse 1 und Achse 2:
1) Achse 1 – 8½ J x 19 H2, Radtyp GT 859, KBA-Nr. 48901
Achse 2 – 11 J x 19 H2, Radtyp GT 119, KBA-Nr. 48900
TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG
IFM - Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität
Adlerstr. 7, 45307 Essen
Akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025: D-PL-11109-01-00
Benannt als Technischer Dienst
vom Kraftfahrt Bundesamt: KBA – P 00004-96
Geschäftsstelle Essen, 26.08.2016
Dipl.-Ing. Wolff
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